Zur Geschichte von Völksen
Am auslaufenden Südhang des Deisters liegt die Ortschaft Völksen, die zur Stadt Springe (Landkreis Hannover) gehört. Völksen hat zur Zeit ca. 3460 Einwohner.  
1033 wurde Völksen erstmalig urkundlich erwähnt, aber Völksens Anfänge gehen wahrscheinlich in die Zeit vor 1000 zurück. Die frühesten Siedlungsplätze dürften am Bratbeerenwinkel, in der Gegend nordwestlich der Kirche, im Nordosten und Südosten des späteren Dorfes gelegen haben. Die ältesten Teile des Dorfes waren die Meierhöfe, die späteren Güter und dann auch die Pfarre. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Völksen zu einem verhältnismäßig engen Haufendorf.
Nach den ältesten Informationen war Völksen ursprünglich Teil des altsächsischen Marsten-Gaues. Kirchlich rechnete Völksen nach der Christianisierung zur Diözese des Bischofs von Minden, dessen Einflußbereich von der Haller nach Süden begrenzt wurde. Im 12. Jahrhundert war schon jene Gauordnung zerfallen, kleinere Gerichtsbezirke entstanden, und so rechnete Völksen zum Go Gestorf, der östlich bis vor Pattensen, westlich bis vor Springe reichte.
Im 14. Jahrhundert hatte sich offenbar ein besonderer Gerichtssprengel Völksen als Ableger des Go`s Gestorf abgelöst, und noch später wurde hier Gericht gehalten. Inzwischen gehörte Völksen zum machtpolitischen Bereich der Grafen von Hallermunt. 1411 gelangte Völksen nach vielen Auseinandersetzungen im Zusammenhang der Ausbildung der Landesherrschaft endgültig unter die Herrschaft der Welfen. Im 16. Jahrhundert kam das Dorf verwaltungs- und abgabenmäßig zum Amt Springe innerhalb der Herrschaft der Fürsten von Calenberg. Zu diesem Fürstentum gehörte Völksen fortan.
So nahm es Anteil an der Geschichte der Welfenlande und war schließlich Teil des Kurfürstentums bzw. des Königstums Hannover, das dann 1866 in Preußen aufging. Erst die neue Kreiseinteilung von 1884 schuf den Kreis Springe, der dann bis 1974 Bestand haben sollte. Völksen untersteht nun der Stadt Springe.